Der Roman



Buchtiel

 

Lesen Sie einige Kostproben aus dem Roman

 “... und keine Socke auf Mallorca”

Tauchen Sie ein in die Geschichte der Stegmanns

und lassen sich entführen in eine vergnügliche Reise.


Maren Stegmann, 43, ist reif für die Insel.

Von ihrem Mann betrogen, nimmt sie kurzerhand

für zwei Wochen Reissaus, um sich Gedanken über

die weitere Zukunft ihrer fünfköpfigen Familie

nebst “Anton”, dem Berner Sennenhund,  zu machen.


Doch auch hier kommt sie nicht zum Nachdenken,

es kommt eben immer anders ...


Viel Spass beim Lesen!! 


Die Hauptfiguren sind :

  Maren Stegmann, 43
  Ehemann  Carsten, 45
Nanni (Maren's Schwiegermama)
Marc  (wer weiß ?... kennengelernt auf Mallorca)
die Kids Nadja, Leon und Sophie
sowie "Socken-Anton"

Es kommt eben immer anders.... sinniere ich so vor mich hin heute abend, sitze da in unserem neuen Heim in der Altstadt,
schön ist es hier, echt schön. Und bald feiern wir hier unsere Einweihungsparty mit lieben Freunden.  Heute war ich mit
dem Rad unterwegs zum einkaufen. Eigentlich wollte ich zum Türken fahren und die Dinge bestellen, die wir für die Party
noch brauchten,  aber da fiel ich ein in die Parfümerie. „Gibt es eigentlich  noch MISS DIOR, das legendäre Eau de Toilette ?“
fragte ich die freundliche Parfümerieangestellte.  „Ja, manchmal, aber nur in einer bestimmten Größe“. Wir suchten und fanden
es. Ich testete den  Duft, der mich vor vielen, vielen Jahren begleitet hatte. Ja, eben vor vielen, vielen Jahren. Es ist der Duft,
doch er ist nicht mehr mein Duft. Also sparte ich mir den Kauf, und kaufte statt dessen  beim liebgewonnen türkischen Markt
mein Gemüse etc., erledigte meine Bestellung für unsere Party und fuhr mit meinen momentan lädierten Fahrrad wieder heim.
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Er (Carsten) zog es irgendwann vor, sich den Traum vielleicht eines jeden Mannes zu erfüllen, sprich: zuhause Mutter und Kids -
gepflegtes Heim, Mutter allein..... Nun ja, er fühlte sich wohl sehr angezogen von seiner Kollegin, Rechtsanwältin,
also sein Metier, denn auch er ist Anwalt, und sie total chic - lange Haare, lange Beine, ..lange Leitung. Egal, manchmal geht’s
auch schneller. Ich kam recht schnell dahinter - na ja, es hat schon ein halbes Jahr gedauert, bis ich mir absolut sicher war
hinsichtlich der Beziehung,  aber dann ging’s schnell! Schnell vollzog sich sein Auszug. Wie bei jedem Urlaub packte ich - aber
zum letzten Mal!!!! - seine Koffer und stellte sie vor die Tür. Schade, die Koffer waren schön, auch  sie hatten viel mit uns erlebt.
Scheiße, jetzt nur keine Wehmut - kein Zurück, nein, Koffer kann man sich neu besorgen...
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Der Weg, der nie so ist, wie man denkt :

Und so stand ich dann am Flughafen, begleitet von einer Großmutter, 3 Kids und einem Besehu (Berner Sennenhund) und
wartete auf das Check-In. Mein Ehemann hatte einen wichtigen Termin, den er unmöglich absagen konnte. Und wie ich da
so wartete, war mir auf einmal doch recht mulmig zumute. Da standen da meine 3 kleinen Nervensägen und ich begann schon
in ihrem Beisein, sie zu vermissen. Na ja, selbst beim Anblick von Anton wurde mir richtig schwummrig, 2 Wochen k e i n
Sockenproblem, keine langen Spaziergänge, kein Schmusen kommen nach Sockendiebstahl....
Und ich beschwor mich: „NEIN, ich bin dran, auch mal dran. ICH mache Urlaub von der Family, von der Ehe, von zu Hause,
wo ich seit Jahren ständig parat war. Jetzt bin mal 2 Wochen ich angesagt, und sonst nix !!!“ Und so habe ich mir Mut gemacht,
ins Flugzeug steigen zu können. Natürlich mit Tränchen in den Augen – hatte doch länger gedauert als gedacht, aber ich saß
dann  angeschnallt in einer Boing 757 und betrachtete die Welt unter mir.
Und mit jedem Meter  gewonnener Höhe und jeder neuen Aussicht auf das immer kleiner werdende „große Krabbeln“
auf der Erde, gewann ich Abstand. Abstand, der auch dringend nötig war.......
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Auf Mallorca :

Nun saß ich allein auf der Terrasse, bis auf ein paar andere Urlaubsgäste, die an zwei Tischen verteilt saßen, und genoß die Stille
des Abends.   Mein Wein war getrunken und ich schaute auf die Uhr. Es war kurz vor Mitternacht. Und die in mir befindliche
Unermüdlichkeit zwang  mich, nicht - wie man es erwartet - jetzt ins Bett zu gehen, nein, ich entschied mich zu einem
Rundgang durch den Hafen und die Gassen von Cala Figuera. Ich schlenderte die kleine Promenade entlang, hier und da saßen
noch ein paar Urlauber in den Restaurants. Wo vorher noch gespeist wurde und die Teller noch nicht abgeräumt worden waren,
genossen Straßenkatzen die Reste der Gambas oder die Fischreste der Gäste... Für sie war es wohl der Himmel auf Erden.    
Ich gelangte zum Hafen. Da lag es, das grüne Segelschiff. Mensch, ist das schön!   Bestimmt zwanzig  Minuten saß ich am
Hafenbecken und betrachtete das Boot. Dabei war ich in Gedanken schon an Bord, wohnte im Rumpf des Schiffes, plante den
morgigen Kurs, ging auf offener See baden....    

Dann riß ich mich los und ging weiter, durch den Hafen mit seinen kleinen Bootshäusern, den Bootsgaragen, nahm eine kleine
Treppe, die wieder in die Oberstadt führte und kam an der Disco vorbei ...  “When your heart is weak..“ dröhnte es aus den
Lautsprechern.. eines meiner Lieblingslieder aus vergangener Zeit. Geh ich nun noch rein oder nicht ? Nein, ich geh heim, befahl
ich mir, und indem ich dies beschloß, stürmten zwei männliche Gestalten lachend aus der Tür. Und einer der beiden „stürmte“ mich
fast um. Eigentlich müßte ich jetzt böse sein, war es aber nicht. Whow, so nette Männer gibt es hier? Dachte ich und wollte gleich
weitergehen. Da zupfte doch einer an meiner Jacke und hielt mich auf. „Sorry, sprechen Sie deutsch?“, fragte er mich. „Na klar,
wer hier auf  der Insel spricht das nicht?“, konterte ich und schaute in ein süßes Lächeln.    „Hey, ich bin Mark, wer bist du ?“
fragte mich die nette Gestalt. Ein bißchen verlegen (wann trifft man schon mal auf  so einen netten Typen) erwiderte ich.
„Ich bin die Maren. Maren, die jetzt ins Hotel zurück muß.“  Ich wollte weg hier. „Hallo Maren, du willst doch nicht wirklich
schon ins Bett. Mensch komm, wir sind hier raus, weil da wirklich nur junges Gemüse rumhopst, das auf’s Pflücken aus ist.
Eigentlich wollten wir hier neue Leute treffen, Leute, mit denen man was unternehmen kann. Und du siehst so aus, hhm.“
Ein süffisantes Grinsen begleitete das Gesagte.  „Nee, laß mal, ich muß jetzt wirklich ins Bett. Will morgen noch was unternehmen“,
flüchtete ich, ging weiter und da hallte durch die Nacht: “Na, eben das wollen wir ja auch ! Komm bitte morgen auf’s Schiff,
das mit den grünen Segeln...Du bist bestimmt o.k.“   DAS mit den grünen Segeln, das war ihr Schiff. Uff, erst mal verdauen..
Ich traf die Typen des Traumschiffs. Ich schaute mich noch mal  kurz um, „na, das Schiff wäre ja ein Argument - mal seh’n,
versprechen tue ich aber nichts“ rief  ich lächelnd und machte mich auf den Weg ins Hotel.    In dem Moment, als ich die Straße
überquerte, schoß plötzlich ein Mercedes mit voller Fahrt um die Ecke, ich sprang beiseite und  stürzte, da dort im Fluchtweg ein
Motorroller geparkt war. Na ja, lieber ein Zusammenstoß mit einem Roller als von dem Mercedes überrollt zu werden, mußte ich wohl in dem Moment gedacht haben........
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Derweil zuhause :

Carsten kam nach Hause. Wieder schliefen seine Kinder schon, seine Mutter war im Sessel  eingenickt. Er wollte sich gerade
nach oben stehlen, da hallte sein Name aus dem Wohnzimmer.  Der Unterton war ihm bekannt, so rief ihn seine Mutter schon
früher, wenn er etwas ausgefressen hatte. „Hey Ma“, begrüßte er sie, als sei das normal um diese Uhrzeit. „Hatte noch eine dringende Besprechung, ein wichtiger Klient“... er wollte fortführen, da fiel ihm Nanni ins Wort. „Sag mal, hältst du mich für total senil, so ohne Denke. Glaubst du, ich krieg nicht mit, was hier los ist ?“    
Jetzt wurde Nanni richtig zornig. „Bin ja nicht ganz alt, nicht ganz blöd. Deine Frau nahm Reißaus, weil du dich nicht beherrschen kannst. Hast drei Kinder, ein Haus, wonach sich andere die Finger lecken, eine Frau, die nicht nur hübsch ist, trotz der drei Kinder hat sie eine Superfigur, hält deinen Haushalt tipptopp in Ordnung, kümmert sich um alles, damit du deinen Job erledigen kannst. Und du, hast Termine, die bis weit in die Nacht andauern, dafür pennst du morgens. Da paßt was nicht. Das merkt selbst ein Altchen wie ich. Und lüg mich jetzt nicht an, das mag ich gar nicht.“  Zornig saß Nanni da.

Endlich hatte sie sich mal zu Wort melden können, und es war jemand da, der zuhören mußte, ob er nun wollte oder nicht. Carsten war erstaunt, Nanni hatte sich schnell angepaßt. Sie hatte die Artikulation der Kids angenommen. Sie verstand sich mit ihnen. „Sag mal, gehst du jetzt nicht ein wenig zu weit - mit deiner Phantasie und den Beschuldigungen ?“ hörte sich Carsten sagen. Sie hatte ja so recht, er fühlte sich wie früher, als sie ihn beim heimlichen Rauchen erwischt hatte. „Ich arbeite und arbeite, nehme Termin um Termin wahr, und darf mir von dir noch eine Standpauke anhören.. “sagte er und glaubte es selbst nicht. Natürlich glaubte seine Mutter ihm auch nicht. „Carsten, mach mir und vor allem dir nichts vor. Aus dem Alter sollten wir beide raus sein. Aber nachdenken solltest du mal, bevor hier alles aus der Ruder läuft. Wie stellst du dir die Zukunft hier vor? Maren ist sicher nicht ohne Grund so einfach in  einen vierzehntägigen Urlaub geflüchtet. Wahrscheinlich konnte sie dies alles nicht mehr ertragen. Und was ist mit den Kindern, deinen „Zwergen“, die dir immer das wichtigste waren ? Denk da mal drüber nach, nimm dir bitte dafür auch mal die Zeit - schenk sie deiner Familie.“
Kreidebleich saß Carsten im Ledersessel. Das hatte gesessen.   „Granny, du hast so eine blühende Phantasie, du solltest Bücher schreiben“, sprach er, erhob sich und verabschiedete sich ins Bett. „Gute Nacht, ich habe morgen eine wichtige Gerichtsverhandlung vor mir, ich geh schlafen.“ „Na, wenn dir in Zukunft nicht noch ein anderer wichtiger Gerichtstermin ins Haus steht...Aber schlaf trotzdem gut“, so verabschiedete sich Nanni. Carsten ging nach oben...
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Und wieder in Cala Figuera :

„Hi du, darf ich raufkommen oder kommst du runter auf die Terrasse ?“ so stand er vor dem Balkon. OK, Romeo mal anders...dachte ich und schmunzelte. Ich ging auf Nummer Sicher, also ging ich runter...... „Ich komme, einen Augenblick bitte.“ Wir trafen uns auf der Terrasse. Es war eine wunderschöne Kulisse ringsherum. Felsen und Meer und Himmel, was braucht man mehr? Marc kam auch mich zu und umarmte mich, ganz zaghaft und doch sehr emotional. In dem Moment fühlte ich mich so total geborgen, verstanden, glücklich. „Ich habe mich total in dich verliebt, sorry, aber das muß ich dir sagen“, waren seine Worte. Ich war völlig verwirrt. „Du mußt jetzt nichts sagen. Ich mußte es einfach loswerden, hab den ganzen Tag nichts anders denken können. Das wollte ich dir unbedingt sagen...“, so stand er vor mir, der Traumtyp.
Lange standen wir noch auf der Terrasse, schauten hinaus auf das Meer, tranken noch ein Glas Rioja und dann bemerkte ich, daß ich doch nun in mein Bett wollte. „Darf ich heute mal an Land schlafen, vielleicht in deinem Zimmer ? Einfach nur schlafen... Ehrenwort!“
Ich wußte nicht so recht, was er jetzt wollte. „Ehrenwort ?“ fragte ich. „Natürlich, mach mich bloß nicht an....“grinste er mir entgegen.„Ok, schlafen ist genehmigt, sonst nix, dann komm mit rauf, aber ganz leise." Wir schlichen uns auf mein Zimmer, lachten, als wir unbemerkt angekommen waren. Zuerst ging ich ins Bad, dann er. Danach lagen wir im Bett, hatten eine Breite von 140 cm für uns verfügbar. Wir nutzten sie komplett aus, aber als ich am Morgen erwachte, brauchten wir wohl nur ca. 80 cm.
Wir lagen engumschlungen beisammen.
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Ich rief meine Family an. Nadja war am Apparat. „Hey Mum, wie geht’s? Hast du echt keine Langeweile gehabt, bist du nicht froh,
morgen wieder heim zu kommen?“ „Ach, Schnecke, es ist so schön hier, wenn ihr auch hier  wäret, ich könnte glatt noch Wochen
bleiben...“ In Gedanken fehlte mir da doch noch was. „Und wie geht’s bei euch, ist alles im Lot. Hat Anton sich im Griff, oder die Schnitzel?“ „Ne, ne, er klaut zur Zeit gar nix, nicht mal Socken. Der Anpfiff von Granny hat ihn wohl sehr beeindruckt. Du solltest vielleicht mal ihre Tonlage üben.“
Ich sah Nadja förmlich grinsen.. „Sophie sitzt vor der Glotze, ihr neuntes Bibi-Video zieht sie sich gerade rein, sie tauscht ständig die Videos mit ihren Kids aus, ich kann’s fast nicht mehr hören. Willst du mal mit Leon reden - falls er Zeit hat, Mr. Einstein?“ 
„Ok, versuch mich mal zu verbinden“.... sie ging wohl in sein Zimmer, „Hey Leo,  Mama ist dran“ „Sorry, ich kann gerade nicht,
habe ein Superbild vor mir. Sie kommt doch eh morgen wieder, da hab ich dann Zeit. Grüß sie von mir“ Dies hörte ich mit, na danke, ..eh morgen wieder, habe Zeit.. „Sorry Mum“ - „Na, hab’s mitbekommen, Herr Einstein hat was besseres zu tun. Ok, ich nehm’s hin. Aber morgen bin ich da, und dann.....könnt ihr euch was anhören. Nämlich wie schön mein Urlaub hier war. Also Schnecke, macht’s gut, holt ihr mich morgen vom Flughafen ab, hättet ihr vielleicht die Zeit dafür?“ „Na Mum, ich denk schon, oder wir kapern ein Taxi für dich, oder schicken Anton mit einer Rikscha vorbei. Du kommst schon irgendwie wieder hierher, no problem und guten Flug!“ „Danke, mein Schatz, also bis morgen. Grüß Granny von mir, sie hat es bald geschafft, und schlaft schön.“ „Du auch, tschüssi“.
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Wieder daheim :

..Ach, kaum hast du einen neuen Typen aufgetan, da hyperventilierst du. Schlaf dich erst mal aus, besuch ihn meinetwegen noch mal, aber laß mich mit deinen Kram in Ruhe“.  „Carsten, ich sage es dir zum letzten Mal und ganz deutlich: Deine Sachen sind gepackt - ein Service des Hauses. Nimm sie, laß deine Tussi teilhaben an deiner Midlife-crisis und uns in Ruhe. Es war eine schöne Zeit, wir sind keine Wurst, deshalb gibt’s nur ein Ende, und das haben wir erreicht. Also, es reicht. Du wirst den Kindern kaum fehlen, warst ja eh kaum da.
Wenn du das Bedürfnis hast, sie zu treffen, melde dich, falls du Zeit hast. Und ich habe keinen neuen Typen aufgetan. Hätte ich können, ich hatte wichtigeres zu tun. Ich mußte mir darüber klar werden, daß ich nicht weiter mit dir zusammenleben will. Ich hab’s geschafft. Also, mach’s gut, kannst dich ja mal melden... und Tschüß !“ „Sag mal, bist du jetzt völlig übergeschnappt? Leidest du jetzt an Größenwahn?“ „Nein, bevor ich wahnsinnig werde,  entledige ich mich des Grundes dafür, also, schmeiß deine Sachen ins Auto, fahr los und laß mich in Ruhe. Alles weitere, sprich Konten, Finanzen etc. klären wir dann. Am besten per Anwalt. Das hat dann Hand und Fuß. So, und jetzt tschüß.“ Nanni schaute von mir zu ihm, von ihm zu mir.   „Carsten, ich bat dich, zu gehen. Tue es jetzt, morgen werde ich zum Anwalt gehen, laß es nicht eskalieren. Laß uns das alles hier friedlich regeln, indem du  einfach gehst. Dahin gehst, wo du eh lieber deine Zeit verbringst. Und zieh jetzt ab !“ Langsam wurde ich wütend. Er schien es zu verstehen, endlich. Mein Ehemann verstand, ein ratsuchender Blick traf seine Mutter - sie sagte nichts, er drehte sich um und ging. Erst als ich hörte, daß die Tür ins Schloß fiel, atmete ich auf.
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Es muß weitergehen... :

„Hallo mein Sohn, worauf hast du denn Appetit ? Schlag was vor, wenn’s machbar ist, dann machen wir das“,  war meine Reaktion.
 „Also, ich hab so richtig Hunger auf Reibekuchen. Mit Apfelmus, hhhm.“ „Tja, das ist doch was, was machbar ist. Komm, wir schälen erst mal Kartoffeln...“ Er blickte mich an, als verstünde er die Welt nicht mehr. „Ja, Leo, wenn jetzt Nadja hier wäre, könnte sie uns helfen. Sie hat also Glück, wir haben halt Pech. Wenn wir aber essen wollen, dann muß es auch gemacht werden. Einer für alle, alle für einen....“  Er hatte verstanden. Wahrscheinlich wird er in Zukunft immer eher später heimkommen. Allerdings wird er dann auch nicht mehr wählen dürfen, was es gibt. Also, alles hat Vor- und Nachteile. Aber wir schälten dann gemeinsam Kartoffeln, zum ersten Mal.
Und es machte uns Spaß, denn man bedenkt ja gar nicht mehr, daß man selbst „Kartoffelschälen“ lernen muß.
Selbst ein angehender Einstein wie Leon vermochte nicht, das auf Anhieb zu können. Doch nach und nach klappte es besser,
die Abfälle reduzierten sich zugunsten unserer Haushaltskasse.  Beim Apfelmus ging alles viel einfacher. Wir entnahmen es der Gefriertruhe, die davon reichlich gesegnet war aus dem letzten Sommer, und erwärmten es langsam auf dem Herd. Zugegeben, die Küche sah gerade aus wie ein Schlachtfeld, aber die Geräusche waren glatt der volle Gegensatz. Schallendes Lachen breitete sich aus.
Und mitten in diesem Gelächter fand auch Nadja heim. Sie kam  von ihrer Probe und war völlig aufgedreht.
 „Hey, was isn hier los?“ fragte sie, im Türrahmen der Küche stehend. „Na, nix dolles, schwing deine Finger an die Zwiebeln,
schäle sie und schmeiß sie in den Thermomix, wir alle machen heute Reibekuchen...mit Apfelmus.“
Und schon versprühte Leon seinen Charme mit den Worten „Na, Mama schält die Kartoffeln mehr recht als schlecht, aber in der Zeit habe ich schon mal Apfelmus bereitet. Man muß ja hier sehen, wie man das alles regelt. Also Schwester, streng dich an...“
Ich konnte mein Grinsen kaum unterdrücken.....
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„Okay, dann komme ich am nächsten Wochenende, sprich Freitag abend. Und ich bleibe bis Sonntag, wenn es euch denn paßt..?“
Und der nächste Freitag kam, und damit auch Marc. Es war gegen vier Uhr und ich ging zur Tür, als es klingelte.
Ich öffnete sie und da stand er vor mir, Marc, mein Traummann. Marc war da. Ich wußte nicht so richtig, was ich sagen sollte,
ich bat ihn einfach herein, zeigte ihm das Gästezimmer, das Bad, stellte ihm meine Familie vor, so Zug um Zug, zuerst Sophie,
sie war gerade zuhause, dann Granny, später dann Nadja und Leon, Anton war eh gleich dabei, es war wohl etwas viel für den Anfang... welchen Anfang? Aber von Anfang an sah ich wieder seinen Blick. Zwischenzeitlich saßen wir zu zweit im Wohnzimmer und schwiegen uns erst mal an.
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Nachmittags fuhren wir dann ein wenig durch die Gegend, ich zeigte ihm die schönsten Stellen unserer Region, wir suchten ein nettes Restaurant mit Biergarten auf, tranken einen Cappuccino, gingen wieder am Rhein entlang, sprachen über dies und jenes.
Für den Abend hatte ich einen Tisch bei Siggi reserviert,  einem superguten Gastronom aus Hamburg, der hier seine allerbesten
Gerichte anbot. Ich schmiß mich ein wenig in Schale, d.h., ich zog mein kleines - natürlich -Schwarzes von Esprit an, gönnte mir mal wieder ein wenig Make-up, fönte meine Haare in Form, legte einen Hauch von Tristano auf und wir zogen los.
Das Essen bei Siggi war wieder mal genial. Ich wählte Red Snapper auf Sepianudeln mit Pesto, Marc entschied sich für gegrillte Dorade, umwickelt mit Parmaschinken. Beides war ein Genuß. Die Atmosphäre des Restaurants ließ uns beide denken, wir seien versetzt in unseren Urlaub auf Mallorca - der Abend war wunderschön. Ich genoß den Heimweg, wir waren zu Fuß unterwegs,  bis zu Siggis Restaurant lief man gerade
mal 20 Minuten, und der Heimweg tat nach dem guten Essen besonders gut. Zuhause schliefen schon alle, es war total ruhig im Haus. Wir hatten zwar geplant, uns noch im Garten niederzulassen, aber dann entschieden wir uns, doch hoch zu gehen. Wir nahmen noch eine Flasche Prosecco mit und begaben uns ins Schlafzimmer, um dort noch ein wenig auf dem Balkon zu sitzen. Und da fiel mir wieder der kleine Balkon des Hotels ein, vor dem jüngst an einem Abend ein Mann namens Marc stand und fragte, ob wir uns noch auf der Hotelterrasse treffen wollten, der Romeo mal anders.... Der Abend war schön, die Nacht auch. Als ich dann erwachte, war es 11.08 Uhr.
Ich erschrak zuerst, sah dann Marc neben mir, und kuschelte mich an ihn. Das Leben kann so schön sein, besonders an einem Sonntag.......

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Immer kommt es anders :

Ein höllisches Aufgebot an Feuerwehrautos war unterwegs. Das „Lalülala“ dröhnte durch das ganze Haus. In Panik lief ich hinaus,
dem Blaulicht folgend. Ich lief nicht weit und da sah ich es. Unser neues Haus in der Turmstraße brannte lichterloh.
Der Dachstuhl war bereits völlig ausgebrannt, und ganz oben stand plötzlich Sophie und schrie ganz laut nach ihrem Papa.
Aber er hörte sie nicht – er war nicht da. Ihre Schreie hallten  durch den ganzen Ort und ich fühlte mich völlig machtlos und allein.
Die Feuerwehr löschte zwar, aber niemand kümmerte sich um sie.       Mit einem Mal rannte eine Gestalt über den Dachstuhl,
ergriff Sophie und sprang mit ihr im Arm hinunter.......
..........

....und weiter geht es auch...  !


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